Informationen zu Wohnhausanlage Wildgarten BPL17 Emil Behring Weg, 1120 Wien

Art des Dokuments
Ausschreibung / Bekanntmachung

Veröffentlicht am
10.10.2019

Angebotsfrist bis am
25.10.2019 18:00:00

Ort der Leistungserbringung
1120 Wien, Österreich (Wien)

Anzubietende Gewerke
Trockenbauarbeiten

Kurzbeschreibung
Objektbeschreibung: 3. ALLGEMEINE BESCHREIBUNG 3.1 Bauaufgaben Auf Bauplatz 17 des Wildgartens werden 123 Wohneinheiten inkl. Einlagerungsräumen, zwei Geschäftslokalen, einem Hausbetreuerbereich und Haustechnikräumen etc. im Untergeschoss, sowie einer Sammelgarage auf zwei Untergeschoßen mit insgesamt 175 PKW Stellplätzen (70 PKW Stellplätze in Eigennutzung des Bauwerbers), errichtet. 3.2 Architektonisches Konzept Das gegenständliche Grundstück, der Bauplatz 17, beherbergt einen der drei XL-Typen des Wildgartens, welcher entsprechend den Bedingungen der Wohnbauförderung entwickelt wird. Der Baukörper erstreckt sich von West nach Ost in einem schon im Bebauungsplan abgebildeten Doppelknick entlang einer Gebäudegesamtlänge von ca. 140 Metern und einer Baukörpertiefe von 17 Metern. Das Grundstück weist im Verlauf von Ost nach West einen Geländeunterschied von ca. 3 Metern auf. Der Entwurf stellt einen in der Höhe gestaffelten Baukörper mit 4-6 Geschoßen dar. Im Erdgeschoß sind gemäß BB9 des Plandokuments 8097 zwei Durchgänge mit einer Mindestdurchgangshöhe von 4,5 Metern angeordnet. Die Position der Durchgänge wird sehr präzise auf die Nachbarschaft und auf die innere Erschließungsstruktur abgestimmt. Von den Durchgängen aus werden die drei Hauptstiegen (Stiege 1-3) erschlossen. Sämtliche Wohnungen an den Stiegen 2 und 3 werden von Mittelgängen aus erschlossen die über großzügige, durchgehende Lichthöfe belichtet werden. An der Gebäudeostseite sind im Kreuzungspunkt des Lore-Kutschera-Weg / Hainbuchenweg zwei Geschäftslokale mit Straßenzugang geplant. Der östliche Gebäudeteil ist im Erdgeschoß aufgrund des natürlichen Geländeabfalls teilweise eingeschüttet und beherbergt aufgrund dessen ausschließlich Nebenflächen wie den Fahrradraum und Müllraum, die zugleich vom angrenzenden Hainbuchenweg erschlossen werden. Der Baukörper beherbergt eine Sammelgarage auf zwei unterirdischen Geschoßen die von der Wildgartenallee angefahren wird und über die Stiegenhäuser 1-3 mit Aufzügen, sowie von den Stiegen A und B erreichbar ist. Die Sammelgarage weist eine Stellplatzanzahl von gesamt 175 PKW-Stellplätzen auf und sichert im Weiteren die Unterbringung der Pflichtstellplätze von den umliegenden Bauplätzen BPL12, BPL15, BPL16, BPL19. 70 PKW-Stellplätze entfallen auf die Eigennutzung auf BAUPLATZ 17. (siehe Stellplatznachweis) Im Weiteren sind in den Untergeschoßen UG1 und UG2 sämtliche Einlagerungsmöglichkeiten, sowie Technikräume, Fahrradräume und sonstige Lagerflächen untergebracht. 3.3 Geschoßweise Zusammenfassung Höhenlage des Gebäudes: ± 0,00 = +64,20m über Wiener Null 2. Untergeschoß (Fußbodenniveau - 6,44m) Im 2. Untergeschoß befinden sich die Tiefgarage, Technikräume sowie Einlagerungsmöglichkeiten für die Wohnungen 1. Untergeschoß (Fußbodenniveau - 3.55m) Im 1. Untergeschoß befinden sich die Tiefgarage, Technikräume, Einlagerungsmöglichkeiten für die Wohnungen, sonstige Lagerflächen sowie Fahrradabstellräume. Erdgeschoß (Fußbodenniveau ± 0.00) Im Erdgeschoß befinden sich die Eingangsbereiche zu den Wohngebäuden (Stiege 1-3) inkl. Hausbrieffachanlagen im Bereich der Durchgänge 1 und 2, zusätzliche Zugänge zur Tiefgarage (Stiege A und B, Fluchtstiegen), der Müllraum, Fahrradabstellräume, der Kinderwagenraum, der Hausbetreuerbereich an Stiege 2 sowie die Zufahrt zur Tiefgarage. Des Weiteren befinden sich im Erdgeschoß die beiden Durchgänge mit Aufenthaltsqualität sowie der Kleinkinderspielplatz im Nahbereich des Durchganges 1. 1. Obergeschoß (Fußbodenniveau + 2.90 und + 1,57 (Geschäft)) Im 1. Obergeschoß befinden sich Wohnungen mit Balkonen, Loggien sowie den Wohnungen zugeordnete Gartenflächen und ein Kinderwagenraum. Weiters finden sich zwei Geschäftslokale auf einem Fußbodenniveau von + 1,57 welche vom Hainbuchenweg aus erschlossen werden. Aufgrund der Höhenentwicklung des Geländes sind die beiden Geschäftslokale im OG1 dargestellt. 2 - 5. Obergeschoß (Fußbodenniveau OG2=+5,76; OG3=+8,62; OG4=+11,48; OG5=+14,34) Im 2. – 5. Obergeschoß befinden sich Wohnungen mit Balkonen, Loggien oder Terrassen sowie der Gemeinschaftsraum mit frei nutzbarer Dachterrasse im OG5. 4. KONSTRUKTION UND MATERIAL 4.1 Tragende Konstruktion und Gebäudehülle siehe auch Beilage statisches Konzept Gründung Die Fundierung der Baukörper erfolgt flächig in ihrem Ausmaß an die auftreffenden Lasten angepasst. (siehe auch statisches Konzept) Decken Alle Geschossdecken werden als Stahlbetonflachdecken ausgeführt, die Stärken variieren nach statischer Erfordernis. Wände, Stützen Die Lastabtragung der Decken erfolgt über die Außenwände ergänzt um eine systematische Folge von Stützen im Inneren (Querschnitt laut statischer Erfordernis) sowie aussteifenden Stiegenhäusern und von dort weiter in die Fundamente. Sämtliche tragende Bauteile werden in Stahlbeton ausgeführt. Dachflächen Flachdächer werden grundsätzlich als Warmdächer ausgeführt und begrünt. Aufbauten siehe Beilage Bauteilkatalog. Fassaden Die Fassade des Wohngebäudes wird mit Wärmedämm-Verbund System nach Anforderungen von Bauphysik und Brandschutz ausgeführt und in einem leicht grünlichen Farbton verputzt. Die Fassade in ihrer vergleichsweise ruhigen Gestaltung wird mir wenigen Öffnungsgrößen fenestriert. Es kommen hierbei zwei Fenstertypen zum Einsatz. Einerseits das Fenster mit niedrigem massivem Parapet (> 60cm) das an der Fassade eine Schmuckblende aus Metall aufweist und andererseits der Fenstertyp mit Fixverglasungen als Absturzsicherung (horizontaler Kämpfer bis 110cm). Je nach Raumgröße, Orientierung und der erforderlichen Belichtungsfläche in Aufenthaltsräumen nach OIB werden diese Fenstertypen unterschiedlich eingesetzt. Balkontüren, teilweise mit fixen Seitenteilen ermöglichen den Zugang zu Balkonen, Loggien oder Terrassen. Die Hauptstiegenhäuser (Stiege 1-3) sind natürlich belichtet und verfügen im jeweils obersten Geschoß über eine RA-Öffnung (>1m² netto Lüftungsquerschnitt). Darüber hinaus sind sämtliche Fenster mit Dreh- bzw Dreh-Kipp-Beschlägen ausgestattet und ermöglichen dadurch eine ausreichende natürliche Belüftung. Den Durchgängen im Erdgeschoß wird im Sinne der Adressbildung eine besondere gestalterische Aufmerksamkeit gewidmet. Decken- und Wandflächen werden mit außenraumtauglichen Fassadenplatten in streifenartigen Zuschnitten, unter Einhaltung der Brandschutzauflagen, belegt. In Durchgang 1 ist eine farbliche Gestaltung in blaugrün- mint-Tönen, in Druchgang 2 in rot-orange-rosa-Tönen vorgesehen. Zusätzlich dient jeweils eine der vier tragenden Stützen in den Durchgangsbereichen als Litfaßsäule und Quartiersankünder. Balkon- und Loggiageländer erhalten unter Einhaltung der OIB-Richtline 4 durch Stabgittermatten eine offene Geländerfüllung und werden mit einer gräulich bis goldenen Farbe beschichtet. Diese Schmuckfarbe kommt ebenso bei den Fensterblenden im Parapetbereich also auch als Farbe der Alu-Deckschalen und Sohlbänken der Fenster bzw Balkontüren zum Einsatz. Im Bereich der Hauseingänge, und der Geschäftslokale werden Aluportalkonstruktionen mit offenbaren Flügeln ausgeführt 4.2 Innenausbau Massivbauteile Das stringente, durchgehende statische System welches über sämtliche oberirdischen und unterirdischen Geschoße geführt wird, ermöglicht maximale Flexibilität in den Wohngeschoßen. Auf zusätzliche massive Bauteile kann ebenso aus bauphysikalischer Sicht gänzlich verzichtet werden. Trennwände Gipskartonständerwände, beidseitig einfach bzw. nach Erfordernis doppelt beplankt, mit der erforderlichen Brand-, Feuchte- und Schallschutzqualifikation, Wandstärke 10 bzw. 12,5 cm. Leichte Wohnungstrennwände sowie Gangtrennwände werden mit 5-facher Beplankung bzw. nach den schalltechnischen Anforderungen ausgeführt. Fußböden In den Wohnräumen kommt Spannteppich zur Ausführung, Sanitärräume erhalten Fliesenböden. Gangbereiche, Gemeinschaftsbereich sowie die Geschäftslokale erhalten Böden aus Feinsteinzeug. Sonnenschutz Als Sonnenschutz kommen innen- bzw. außenliegende Jalousien zur Ausführung wo dies zur Vermeidung der sommerlichen Überwärmung erforderlich ist. 5.1 Freiraumorganisation Aufgrund des besonderen Bauplatzzuschnitts, der sich dadurch auszeichnet, dass auf der 4.176 m² großen Bauplatzfläche 2.667,85 m² (= 64%) plandokumentskonform be- bzw. überbaut werden, kommt einer rationalen Freiflächenorganisation ein erhöhter Stellenwert zu. Sowohl im Südosten und Süden, als auch im Norden und Nordwesten des Gebäudes gewährleisten Wegverbindungen, die weitestgehend an den örtlichen Bauplatzgrenzen anliegen, die notwendige Erschließung der einzelnen Stiegenhäuser bzw. die räumlich-funktionale Anbindung der beiden großzügigen Durchgangsbereiche, binden an das Erschließungssystem der Nachbarbauplätze und den öffentlichen Boulevard bzw. öffentlichen Platzbereich im Süden an und sorgen für die - für das gesamte Siedlungsgebietes des Wildgartens milieubestimmenden - hohen Durchlässigkeiten im Freiraumbereich. Im Norden wird die zur Wildgartenallee räumlich vermittelnde befestigte Feuerwehraufstellfläche in Verbindung mit dem anliegenden Kleinkinderspielplatzbereich zur optionalen Bewegungs- und Spielfläche uminterpretiert. Auch die beiden großzügig dimensionierten Durchgangsbereiche stellen witterungsgeschützte Aufenthalts- und informelle Orte des Spiels dar. Neben den auf das funktional erforderliche Maß beschränkten versiegelten Freiraumflächen prägen lineare, naturhafte Wiesenflächen und gebäudeanliegende Hochgrassäume, die die erforderlichen Intimitätszonen vor angrenzenden Erdgeschoßwohnungen ausbilden, in Verbindung mit raumbildenden und –akzentuierenden Gehölzpflanzungen die Situation. Ergänzt wird das Freiraumangebot durch eine halböffentliche Gemeinschaftsterrasse im 5. OG. Auf der Dachfläche wird ein extensives Gras-Kraut-Dach etabliert, das nicht nur zur Kleinklimamelioration im näheren Gebäudeumfeld beiträgt, sondern sich auch durch ökologischen Mehrwert auszeichne

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