Verpflichtende Meldung von Bauaufträgen durch Auftraggeber

Öffentliche Auftraggeber und Sektorenauftraggeber sind seit 01.03.2019 verpflichtet, unmittelbar nach Erteilung des Zuschlages eines Bauauftrages bzw. der Vergabe eines Loses eines Bauauftrages,
dessen Auftragssumme 100.000, -- Euro übersteigt, bestimmte Daten in die Baustellendatenbank der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) einzutragen (§ 367 BVergG). Die Meldung erfolgt durch den Auftraggeber elektronisch mittels Webanwendung. Dem Auftraggeber wird nach seiner Meldung von der BUAK die Kennzahl des Auftrages bekannt gegeben.

Die Meldepflicht wird schlagend nach:

  • Abschluss von Einzelverträgen
  • Abruf aus einer Rahmenvereinbarung oder aus einem dynamischen Beschaffungssystem
  • Abschluss eines Rahmenvertrages

Zu den bekanntzugebenden Daten zählen z.B: Name und Anschrift des Auftragnehmers, Auftragssumme, Kurzbeschreibung des Auftragsgegenstandes, Ausführungsort und voraussichtlicher Ausführungsbeginn sowie voraussichtliche Ausführungsdauer des Bauauftrags.

Mit dieser Meldeverpflichtung erhalten Kontrollbehörden wie die Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse oder die Abgabenbehörden des Bundes einen Überblick über alle auf den Baustellen tätigen Unternehmen. Sie ist daher eine wesentliche Unterstützung bei der Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping.